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Feedback-Geben im Coaching-Prozess
I. Zielsetzung
Die Rückmeldung (Feedback) des Coachs an den Klienten gehört zu den
Kernelementen eines Coachings. Um eine fundiertes Feedback geben zu können,
sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden.
II. Kurzbeschreibung
Feedback-Regeln:
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Realistische Selbsteinschätzung fördern
Das Feedback soll dem Gecoachten zu einer realistischen Selbsteinschätzung verhelfen. Missbrauchen Sie das Feedback nie, um sich als Besserwisser zu profilieren.
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Bereitschaft des Gecoachten beachten
Überfordern Sie den Gecoachten nicht mit zuviel Feedback auf einmal. Beachten Sie, ob der Gecoachte Ihre Offenheit annehmen kann bzw. will. Nehmen Sie sich genügend Zeit für das Feedback.
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Angemessenheit des Feedbacks prüfen
Nicht alles, was am Verhalten auffällig ist, muss für den Gecoachten auch wichtig sein. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche.
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Immer konkret bleiben
Nur mit konkreten Aussagen bzgl. des eigenen Verhaltens kann der Gecoachte etwas anfangen. Sprechen Sie daher immer ganz bestimmte Verhaltensweisen an. Kritisieren Sie nicht die ganze Person in allen Situationen, sondern nur bestimmte Merkmale in bestimmten Situationen. Wenn möglich, regen Sie konkrete und realisierbare Änderungsvorschläge an.
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Nicht interpretieren, sondern beschreiben
Beschreiben Sie das konkrete Verhalten ihres Gegenübers. Liefern Sie keine Interpretationen. Nicht: "Sie mögen den Mitarbeiter XY nicht!", sondern: "Sie haben die Zielsetzungsrunde mit Herrn XY dreimal verschoben, was ist los?"
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Auf den aktuellen Bezug achten
Beziehen Sie sich mit dem Feedback auf möglichst aktuelle Situationen. Rechnen Sie nicht das Verhalten in der Vergangenheit auf.
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Positive und negative Aspekte hervorheben
Feedback geben bedeutet nicht nur, Verhalten (konstruktiv) zu kritisieren, sondern auch die Dinge zurückzumelden, die positiv aufgefallen sind.
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Nicht schonungslos, sondern ehrlich und verbindlich bleiben
Nicht nur was man sagt, sondern auch wie man es sagt ist beim Feedback entscheidend. Verwechseln Sie Schonungslosigkeit nicht mit Ehrlichkeit. Feedback ist sinnlos, wenn es der Gecoachte nicht annehmen kann.
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Missverständnissen vorbeugen
Achten Sie auf die Reaktionen des Gecoachten. Fragen sie nach, wie das Feedback beim Empfänger angekommen ist, dies beugt Missverständnissen vor. Lassen Sie sich ggf. auch ein Feedback vom Gecoachten geben.
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III.Ergebnis
Ein professionelles Feedback, welches vom Klienten angenommen werden kann und in
der gewollten Entwicklung unterstützt.
IV. Anwendungsbereich und Probleme
Feedback-Prozesse finden immer wieder im gesamten Coaching-Prozess statt. Im
Sinne eines guten Coachings als Hilfe zur Selbsthilfe sollte ggf. dem Klienten
auch vermittelt werden, selbst ein fundiertes Feedback (z.B. an Mitarbeiter,
Kollegen) geben zu können.
V. Quelle
Rauen, Ch.
(2003). Coaching. Göttingen: Hogrefe. Nach Greif, S., Finger, A. & Jerusel, S. (Hrsg.). (1993). Praxis des Selbstorganisierten Lernens. - Einführung und Leittexte. Köln: Bund.
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