Feedback-Geben im Coaching-Prozess

Zielsetzung | Effekte

Fundiertes Feedback

Die Rückmeldung (Feedback) des Coachs an den Klienten gehört zu den Kernelementen eines Coachings. Um eine fundiertes Feedback geben zu können, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden. 

Kurzbeschreibung

Regeln für Feedbacks

Feedback-Regeln:  

  • Realistische Selbsteinschätzung fördern

Das Feedback soll dem Gecoachten zu einer realistischen Selbsteinschätzung verhelfen. Missbrauchen Sie das Feedback nie, um sich als Besserwisser zu profilieren. 

  • Bereitschaft des Gecoachten beachten

Überfordern Sie den Gecoachten nicht mit zuviel Feedback auf einmal. Beachten Sie, ob der Gecoachte Ihre Offenheit annehmen kann bzw. will. Nehmen Sie sich genügend Zeit für das Feedback. 

  • Angemessenheit des Feedbacks prüfen

Nicht alles, was am Verhalten auffällig ist, muss für den Gecoachten auch wichtig sein. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche. 

  • Immer konkret bleiben

Nur mit konkreten Aussagen bzgl. des eigenen Verhaltens kann der Gecoachte etwas anfangen. Sprechen Sie daher immer ganz bestimmte Verhaltensweisen an. Kritisieren Sie nicht die ganze Person in allen Situationen, sondern nur bestimmte Merkmale in bestimmten Situationen. Wenn möglich, regen Sie konkrete und realisierbare Änderungsvorschläge an. 

  • Nicht interpretieren, sondern beschreiben

Beschreiben Sie das konkrete Verhalten ihres Gegenübers. Liefern Sie keine Interpretationen. Nicht: "Sie mögen den Mitarbeiter XY nicht!", sondern: "Sie haben die Zielsetzungsrunde mit Herrn XY dreimal verschoben, was ist los?" 

  • Auf den aktuellen Bezug achten

Beziehen Sie sich mit dem Feedback auf möglichst aktuelle Situationen. Rechnen Sie nicht das Verhalten in der Vergangenheit auf. 

  • Positive und negative Aspekte hervorheben

Feedback geben bedeutet nicht nur, Verhalten (konstruktiv) zu kritisieren, sondern auch die Dinge zurückzumelden, die positiv aufgefallen sind.  

  • Nicht schonungslos, sondern ehrlich und verbindlich bleiben

Nicht nur was man sagt, sondern auch wie man es sagt ist beim Feedback entscheidend. Verwechseln Sie Schonungslosigkeit nicht mit Ehrlichkeit. Feedback ist sinnlos, wenn es der Gecoachte nicht annehmen kann. 

  • Missverständnissen vorbeugen

Achten Sie auf die Reaktionen des Gecoachten. Fragen sie nach, wie das Feedback beim Empfänger angekommen ist, dies beugt Missverständnissen vor. Lassen Sie sich ggf. auch ein Feedback vom Gecoachten geben.

Ergebnis

Entwicklungsförderung

Ein professionelles Feedback, welches vom Klienten angenommen werden kann und in der gewollten Entwicklung unterstützt.

Anwendungsbereich und Probleme

Hilfe und Selbsthilfe

Feedback-Prozesse finden immer wieder im gesamten Coaching-Prozess statt. Im Sinne eines guten Coachings als Hilfe zur Selbsthilfe sollte ggf. dem Klienten auch vermittelt werden, selbst ein fundiertes Feedback (z.B. an Mitarbeiter, Kollegen) geben zu können.

Download | Quelle

Rauen, Ch. (2003). Coaching. Göttingen: Hogrefe. Nach Greif, S., Finger, A. & Jerusel, S. (Hrsg.). (1993). Praxis des Selbstorganisierten Lernens. - Einführung und Leittexte. Köln: Bund.

Coaching-Ausbildung Christopher Rauen

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